78. Jahrestag des 20. Juli 1944

Am 20. Juli 2022 hielt Swetlana Tichanowskaja (Trägerin des Intern. Karlspreises zu Aachen) eine beeindruckende Rede bei der Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Plötzensee (s. LIVESTREAM nebenan).
Einen von vielen Medienbeiträgen zum 20. Juli 2022 finden Sie hier: Deutschlandfunk Kultur.

Lebendiges Archiv

Briefe, Fotos, Tagebücher, Dokumente – anhand sehr persönlicher Materialien werden Familienarchive zum Sprechen gebracht. Die Geschichte des Widerstands wird dadurch lebendig und mit schriftlichen sowie bildlichen Zeugnissen aus den Familiennachlässen dokumentiert. Diese Erinnerungsskizzen geben einen Einblick in das Schicksal der Angehörigen nach 1945 und vermitteln einen Eindruck zum Umgang mit dem Erbe des Widerstands in den vergangenen Jahrzehnten.

Die Vergangenheit lebt in uns weiter

Als sich KURT FREIHERR VON PLETTENBERG im Gebäude der Geheimen Staatspolizei in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße 8 aus dem Fenster des Vernehmungszimmers in den Tod stürzt, ist seine Tochter Dorothea knapp eineinhalb Jahre alt. Es ist der 10. März 1945, ungefähr 11.30 Uhr. Der Freitod des Vaters beschäftigt sie bis heute.

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Reden und Ansprachen

Der 20. Juli 1944 ist ein zentraler Bezugspunkt in der Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Seit Beginn der 1950er Jahre finden in Bonn und Berlin regelmäßig Gedenkfeiern statt. Mit Ansprachen wird der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht sowie der Menschen, die sich in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur zur Wehr setzten. Auch bei vielen anderen Veranstaltungen wird der Männer und Frauen des 20. Juli 1944 gedacht.

Ansprache von Swetlana Tichanowskaja am 20. Juli 2022

Vorschau
© Henning Schacht

Anlässlich des 78. Jahrestages des 20. Juli 1944 hielt die belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowsjaka die Ansprache bei der Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Plötzensee. Swetlana Tichanowskaja wurde 1982 in Mikaschewitschy, im Süden von Belarus geboren und erhielt in diesem Jahr des Internationalen Karlspreis zu Aachen. Nachdem die Wahlkommission ihrem Ehemann, Sergej Tichanowski, im Mai 2020 die Präsidentschaftskandidatur verwehrte, übernahm sie seinen Wahlkampf. Es kam im Zuge dessen zu den größten Protesten in der Geschichte von Belarus. Wenige Tage nach den Wahlen ging sie ins Exil. Ihr Ehemann wurde im Dezember 2021 zu 18 Jahren Haft verurteilt. Rede auf Englisch lesen (deutsche Version folgt).



 

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