„Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts.“

Aus dem Entwurf einer Regierungserklärung von Ludwig Beck und Carl Friedrich Goerdeler, verfasst im Sommer 1944. Nach dem geglückten Attentat auf Hitler sollte sofort eine neue Regierung gebildet und deren Ziele proklamiert werden.

Vor dem Hintergrund des Gedenkens an den Kampf gegen die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft verfolgt die Stiftung 20. Juli 1944 das Anliegen, Demokratie und Rechtsstaat zu stärken. Dabei vermittelt sie, in enger Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sowie Partnerstiftungen und -schulen und der Bundeswehr, Kenntnisse über den Widerstand in seiner ganzen gesellschaftlichen Breite und weltanschaulichen Vielfalt. Zudem veranstaltet sie gemeinsam mit der Bundesregierung die jährliche Gedenkfeier am 20. Juli im Hof des Bendlerblocks und in der Gedenkstätte Plötzensee.

Aktuelles und Veranstaltungen

Gedenkabend für Cäsar von Hofacker
© Andreas Praefcke

Gedenkabend für Cäsar von Hofacker

Freitag, 20. Dezember 2019, 18 Uhr

Mit einem Beitrag und einer Lesung von Valerie Riedesel, der Enkeltochter Cäsar von Hofackers

Ort: Alte Dorfkirche Zehlendorf, Clayallee/Ecke Potsdamer Straße, 14169 Berlin

Einladung

Gedenkveranstaltung
© Privatbesitz

Gedenkveranstaltung

Sonntag, 05. Januar 2020, 11 Uhr

Gedenkveranstaltung und Enthüllung von Gedenktafeln für Julius Leber aus Anlass des 75. Jahrestages seiner Ermordung.

Ort: Julius-Leber-Kaserne, Kurt-Schumacher-Damm 41, 13365 Berlin

Einladung
Antwortkarte

Lebendiges Archiv

Briefe, Fotos, Tagebücher, Dokumente – anhand aufschlussreicher Materialien werden Familienarchive zum Sprechen gebracht. Die Archive werden gleichsam lebendig, Geschichten werden erzählt und mit schriftlichen, bildlichen Zeugnissen aus den Familiennachlässen dokumentiert. So soll in impressionistischen Skizzen Einblick in das Schicksal der Angehörigen nach 1945 gegeben werden, aber auch Eindrücke zum Umgang mit dem Erbe des Widerstands in den vergangegenen Jahrzehnten.

Trebbow – Ort der Verschwörung. Und ein spät zugestellter Brief

Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg war in den Jahren, die auf den Attentatsversuch am 20. Juli 1944 hinführten, zunehmend zu einer der zentralen Gestalten der Verschwörung geworden. Aus einer nationalkonservativen Familie des preußischen Hochadels stammend, war sein Weg in den Widerstand nicht selbstverständlich. Aufgewachsen war er in Mecklenburg auf Schloss Tressow, gemeinsam mit seinen vier Brüdern und seiner Schwester Elisabeth, genannt Tisa, die Künstlerin geworden und 1934 mit ihrem jüdischen Ehemann nach England emigriert war. Sie war von Anbeginn eine Gegnerin der Nazis und empfand sich als Sozialistin.

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Reden und Ansprachen

Der 20. Juli 1944 ist ein zentraler Bezugspunkt in der Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Seit Beginn der 1950er Jahre finden in Bonn und Berlin regelmäßig Gedenkfeiern statt. Mit Ansprachen wird der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht sowie der Menschen, die sich in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur zur Wehr setzten. Dabei wird die gesamte soziale Breite und weltanschauliche Vielfalt des Kampfs gegen die nationalsozialistische Diktatur und auch die Vorbildfunktion dieses Kampfes für die Gegenwart herausgehoben.

Bundeskanzlerin Merkel zum 75. Jahrestag des 20. Juli 1944

"Heute ehren wir den Widerstand gegen die Tyrannei des Nationalsozialismus - unabhängig von jeweiligen persönlichen, ideologischen oder religiösen Überzeugungen. (...)
Wenn wir unsere europäische Geschichte erzählen und uns auf europäische Werte berufen, haben wir auch das Beispiel dieser - im Wortsinn - todesmutigen Frauen und Männer vor Augen, die ihr Leben für Freiheit, Recht und Menschlichkeit riskierten und opferten. Was bedeutet uns ihr Beispiel heute? Was haben sie uns in unserer heute gänzlich anderen Zeit zu sagen?"
Rede lesen

 

20.07.2018
Zukunft braucht Erinnern
© Torsten Hansen
20.07.2016
Handeln für ein friedliches Europa
© Margrit Schmidt
Dr. Barbara Hendricks

Handeln für ein friedliches Europa